Tiere beobachten

Breesener See

Seeadler, Fischadler, Enten- und Gänsevögel, Weißstroch, Kranich, Rotfuchs, Flussseeschwalben, Mäusebussard,

Aussichtskanzel "Seeadler"

Seeadler, Fischadler, Enten- und Gänsevögel, Rotfuchs,

Turm Rohrsänger Neu Dobbin

Seeadler, Fischadler, Enten- und Gänsevögel,

Moorochse, nördlicher Plauer See

Seeadler, Fischadler, Enten- und Gänsevögel, Kranich, Kormoran, Rohrdommel, Bekassine,

Ansitz Rothirsch bei Sandhof

Rehwild, Rothirsch,

Langenhägener Seewiesen

Seeadler, Fischadler, Enten- und Gänsevögel, Kranich, Mäusebussard,

Region 4 -

Zwischen Mecklenburgischer Seenplatte (westl. der A19), Sternberger Seenland und Güstrower Land

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Tiere beobachten zwischen Mecklenburgischer Seenplatte (westl. der A19), Sternberger Seenland und Güstrower Land

Die Seenplatte westlich der A19 bietet Tierbeobachtern an verschiedenen Gewässern die Möglichkeit, einen Blick auf die heimische Fauna zu werfen.

Der "Moorochse" am Plauer See

Kormorane im alten Torfbruch

Am Rand des NSG „Nordufer Plauer See“ steht, mit Blick auf die ehemaligen Torfstiche, der Beobachtungsturm „Moorochse“. In dieser Landschaft brüten Kranich, Rohrdommel, Eisvogel und Bekassine. In der Zeit des Vogelzuges rasten zahlreiche Enten- und Gänsearten im Gebiet. Der Seeadler jagt hier und auch Fischotter leben im Revier. Der alte nahe gelegene Parkplatz wurde leider geschlossen. Naturfreunde müssen nun ein paar Kilometer weiter bei der Naturparkverwaltung Karower Meiler parken und etwas Zeit für den Anmarsch investieren.

NSG "Großer und kleiner Serrahn"

Ein Stück weiter Richtung Goldberg befindet sich im Naturpark Nossentiner / Schwinzer Heide das kleine NSG „Großer und kleiner Serrahn“. Diese Moorlandschaft, welche aus zwei verlandeten Seen hervorgegangen ist, wird von Kranich, Bekassine, Neuntöter und Schilfrohrsänger als Brutgebiet benutzt. Im Winter nutzen Kornweihen das große Schilfgebiet als Schlafplatz. Der Ansitz, welcher bei Sandhof steht, trägt den Namen „Rothirsch“, wohl weil der Serrahn Brunftplatz der Rothirsche ist.

Ein Hotspot der Kranichrast

Kranichschlafplatz Langenhagen

Der Langenhagener See, südlich von Goldberg, dient Kranichen auf dem Vogelzug als Schlafplatz. Eine tiefe Bucht im mittleren Teil des dort flachen Sees ist von dichtem Schilf umgeben. Ein Ansitz an der Dorfstraße schützt vor den kühlen Winden, wenn man am Abend den Einflug der grauen Vögel des Glücks beobachten möchte. Wie aus dem Nichts tauchen dann die Formationen über dem See auf und tausende Tiere landen im flachen Wasser. Wenig später erscheinen unzählige Enten und schwirren im rasanten Flug über Schilf und Wiesen, bevor auch sie mit einer silbernen Spur im See aufsetzen.

An Dobbertiner und Goldberger See

Am Dobbertiner und Goldberger See lässt sich der Seeadler beobachten. Hier steht zwar kein Ansitz zur Verfügung, trotzdem sieht man den großen Jäger mal in den Uferbäumen sitzen oder im Gleitflug über das Wasser ziehen.

Der "Adlerturm" am Krakower Obersee

Ansitz am Krakower Obersee

Geschützter kann man den Seeadler von der gleichnamigen Kanzel am Südzipfel der Krakower Obersees beobachten. Im Winter, wenn der See zugefroren ist, sitzen Seeadler nicht selten nach glücklicher Jagd auf der Eisfläche und ruhen sich aus. Mit einem guten Fernglas kommt man nahe an sie heran.

Ansitz am Güstrower Inselsee

Am Südzipfel des Güstrower Inselsees liegt das NSG Gutower See und Schöninsel. Ein Wanderweg führt über die Insel zu einem Ansitz, von welchem man zahlreiche Enten- und Gänsevögel auf der Wasserfläche beobachten kann. Im Gebiet brüten Wasserralle, Rohrdommel, Schlagschwirl und Schwarzmilan. Auch der Fischotter soll vereinzelt vorkommen.

Im Sternberger Seenland

Das Sternberger Seenland mit Warnow und Mildenitz ist Heimat für Fischadler und Seeadler. Im Schutzgebiet Upahler-Lenzener See befindet sich schon seit vielen Jahren ein Seeadlerhorst. Er soll zu den ältesten in Deutschland gehören. Fischotter und Biber leben in der Seenlandschaft. Wettergeschützte Beobachtungstürme für Tierbeobachter existieren allerdings nicht, wer jedoch auf seiner Wanderung ein Fernglas dabei hat, wird im Sternberger Seenland bestimmt belohnt.

Beobachtungstipps

Allgemein:

Eine Entspannung der besonderen Art ist das Naturerlebnis 'Tierbeobachtung' in der freien Natur. Hier erleben Sie wilde Tiere in ihrem ureigenem Lebensraum. Diese Tiere haben jederzeit die Möglichkeit, die Entfernung zwischen sich und dem Menschen zu vergrößern oder ganz zu verschwinden. Vielleicht tauchen sie erst gar nicht auf. Über die Jahrhunderte haben Tiere gelernt, von welchem Lebewesen die größte Gefahr ausgeht. Um Tiere in freier Wildbahn zu beobachten muss man Geduld haben, sich ruhig verhalten und technische Hilfsmittel benutzen. Oft sitzt man schon am frühen Morgen auf dem Ansitz, um Erfolg zu haben. Für den Erfolg gibt es jedoch nie eine Garantie, dessen sollte sich jeder Tierbeobachter bewußt sein.

Kleidung:

Abhängig von der Jahreszeit bewährt sich hier atmungsaktive und wasserabweisende Kleidung in Naturfarben. Es muss nicht gleich eine Tarnuniform sein, aber Grün- und Brauntöne vermischen sich schnell mit Wald und Feld.

Technik:

Für die Tierbeobachtung in freier Natur eignen sich Ferngläser und Spektive mit der richtigen Vergrößerung. Ferngläser (z.B. 10x50) zeigen einen größeren Bildausschnitt als Spektive und empfehlen sich für den Anfänger. Spektive holen die Tiere deutlich näher heran. Wegen des kleineren Bildausschnitts eines Spektivs sollten sich die Tiere aber nicht allzu schnell bewegen. Oft benötigen hochvergrößernde Spektive auch ein Stativ. Lassen Sie sich im Fachhandel beraten, welches Gerät das richtige für Sie ist.

Bücher:

In den Rucksack eines Tierbeobachters gehört in jedem Fall ein Tierbestimmungsbuch. Die Auswahl im Handel ist groß. Altenativ macht auch ein Pflanzenbestimmungsbuch Sinn, falls sich kein Tier zeigt, kann man so trotzdem seine Umgebung kennenlernen.

Bitte:

Wer sich in der Natur bewegt, sollte sie achten und respektieren. Dazu gehört es, keinen Müll zurückzulassen, kein Feuer zu entzünden, in den Naturparks die Wegen nicht zu verlassen, keinen Lärm zu machen und Rücksicht zu nehmen. Sie sind zu Gast bei Hirsch & Co. und sollten sich entsprechend verhalten.