Tiere beobachten

Entenmoor Moitin

Enten- und Gänsevögel, Weißstroch, Schwan, Rotfuchs, Lachmöwen, Flussseeschwalben,

NSG Riedensee bei Kühlungsborn

Enten- und Gänsevögel, Schwan, Graureiher, Kormoran, Lachmöwen, Bekassine,

Region 3 -

Zwischen Wismar, Kühlungsborn, Warnemünde, Rostock und Satower Land

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Tiere beobachten zwischen Wismar, Kühlungsborn, Warnemünde, Rostock und Satower Land

In dieser Region befinden sich einige kleine Naturschutzgebiete, welche Einblicke in die Tierwelt an der Ostsee gewähren und zur Tierbeobachtung geradezu einladen.

Der Turm in der Rostocker Heide

Turm am Radelsee

Östlich von Warnemünde, am Rand der Rostocker Heide und nahe am Ufer des Breitling breiten sich die Schilfflächen des NSG Radelsee und Radelwiesen aus. Es handelt sich hier um eines der letzten Küstenüberflutungsmoore in Mecklenburg. Der Radelsee und seine Umgebung gelten als bedeutendes Rastgebiet der Vogelwelt. Ein hölzerner Ansitz mit Blick auf die Radelwiesen steht am Waldrand und ist über den Parkplatz am Schnatermann oder vom Seebad Markgrafenheide zu erreichen.

Unterwegs am Conventer See

Das NSG Conventer See liegt direkt hinter dem Ostseedeich zwischen Börgerende und Heiligendamm. Von der Jemnitzer Schleuse aus gelingt mit einem guten Fernglas ein Blick auf die zahlreichen Vogelarten des Reviers. Hier brütet ein große Population Höckerschwäne, aber auch verschiedene Meisenarten, Rohrsänger und Rohrdommel, Haubentaucher und Rohrweihe. Auch der Fischotter ist hier heimisch.

Am Riedensee bei Kühlungsborn

Ebenso wie der Conventer See ist auch der Riedensee westlich von Kühlungsborn ein Strandsee, welcher durch einen Strandwall von der Ostsee getrennt ist. Trotz der zahlreichen Urlauber, welche sich am nahen Strand erholen, brüten hier Rotschenkel, Bekassine, Kiebitz und Sandregenpfeifer. In der ruhigeren Zeit, in Frühjahr und Herbst, sammeln sich am Schutzgebiet des Riedensees während des Vogelzuges Seeschwalben, Möwen und auch Graureiher. Vom nahen Wanderweg und ebenso vom Strand aus können sie gut beobachtet werden.

Vogelbrut am Salzhaff

Reiherente auf dem Salzhaff

Auf den Wiesen am Salzhaff rasten im Oktober unzählige Enten- und Gänsearten. Große Teile der nahen Halbinsel Wustrow stehen unter Naturschutz und dürfen nicht betreten werden. Halbinsel und Salzhaff gehören zum europäischen Vogelschutzgebiet „Küstenlandschaft Wismar-Bucht“. Riesige Röhrichtbestände bieten vielen Vögeln geschützte Nistbedingungen. Gut neunzig verschiedene Brutvogelarten leben hier. Vom Ufer der Tessmannsdorfer Tannen oder auch vom Strand des Boiensdorfer Werder hat man einen guten Blick über das Salzhaff bis hin zur Halbinsel Wustrow. Ein Fernglas ist von Vorteil.

Am Rustwerder

Das Südufer des Boiensdorfer Werders steht ebenfalls unter Naturschutz. Hier ragt ein großer Sandhaken in die Große Wiek. Im Schutzgebiet brüten zahlreiche Vogelarten. Von der Straße, welche zum Campingplatz führt, gelingt ein Blick ins Revier des Rustwerders.

Insel Langenwerder

Wer den Boiensdorfer Werder umwandert, hat von seiner westlichen Seite einen Blick auf die Insel Langenwerder. Sie gehört zum europäischen Vogelschutzgebiet und darf nicht betreten werden. Seltene Führungen finden statt. Auf der Insel und ihren Flachwasserbereichen leben und brüten Austernfischer, Sandregenpfeifer, verschiedene Seeschwalbenarten und zahlreiche Möwen.

Vogelschutzgebiet Entenmoor Moitin

Entenmoor Moitin

Ein gutes Stück entfernt von der Küste, im Carinerland bei Moitin, liegt das Vogelschutzgebiet Entenmoor Moitin. Ein überstautes Kesselmoore, umgeben von weiten Röhrichtflächen, bietet vielen Vögeln einen geschützten Lebensraum. Im Schutz hunderter Lachmöwenpaare brüten hier auch Flussseeschwalben, Haubentaucher und Zwergtaucher, Höckerschwan und verschiedene Entenarten. Aber auch Bekassine, Rotschenkel und Flussregenpfeifer lassen sich mit dem Fernglas beobachten. Vom Wanderweg am Rand des Entenmoores bietet sich ein schöner Blick über das alte Kesselmoor.

Beobachtungstipps

Allgemein:

Eine Entspannung der besonderen Art ist das Naturerlebnis 'Tierbeobachtung' in der freien Natur. Hier erleben Sie wilde Tiere in ihrem ureigenem Lebensraum. Diese Tiere haben jederzeit die Möglichkeit, die Entfernung zwischen sich und dem Menschen zu vergrößern oder ganz zu verschwinden. Vielleicht tauchen sie erst gar nicht auf. Über die Jahrhunderte haben Tiere gelernt, von welchem Lebewesen die größte Gefahr ausgeht. Um Tiere in freier Wildbahn zu beobachten muss man Geduld haben, sich ruhig verhalten und technische Hilfsmittel benutzen. Oft sitzt man schon am frühen Morgen auf dem Ansitz, um Erfolg zu haben. Für den Erfolg gibt es jedoch nie eine Garantie, dessen sollte sich jeder Tierbeobachter bewußt sein.

Kleidung:

Abhängig von der Jahreszeit bewährt sich hier atmungsaktive und wasserabweisende Kleidung in Naturfarben. Es muss nicht gleich eine Tarnuniform sein, aber Grün- und Brauntöne vermischen sich schnell mit Wald und Feld.

Technik:

Für die Tierbeobachtung in freier Natur eignen sich Ferngläser und Spektive mit der richtigen Vergrößerung. Ferngläser (z.B. 10x50) zeigen einen größeren Bildausschnitt als Spektive und empfehlen sich für den Anfänger. Spektive holen die Tiere deutlich näher heran. Wegen des kleineren Bildausschnitts eines Spektivs sollten sich die Tiere aber nicht allzu schnell bewegen. Oft benötigen hochvergrößernde Spektive auch ein Stativ. Lassen Sie sich im Fachhandel beraten, welches Gerät das richtige für Sie ist.

Bücher:

In den Rucksack eines Tierbeobachters gehört in jedem Fall ein Tierbestimmungsbuch. Die Auswahl im Handel ist groß. Altenativ macht auch ein Pflanzenbestimmungsbuch Sinn, falls sich kein Tier zeigt, kann man so trotzdem seine Umgebung kennenlernen.

Bitte:

Wer sich in der Natur bewegt, sollte sie achten und respektieren. Dazu gehört es, keinen Müll zurückzulassen, kein Feuer zu entzünden, in den Naturparks die Wegen nicht zu verlassen, keinen Lärm zu machen und Rücksicht zu nehmen. Sie sind zu Gast bei Hirsch & Co. und sollten sich entsprechend verhalten.