Tiere beobachten

Menzlin

Seeadler, Enten- und Gänsevögel, Weißstroch, Rotmilan, Kranich,

Karrendorfer Seewiesen

Kranichrast, Enten- und Gänsevögel, Rotmilan, Graureiher, Kormoran, Rotfuchs, Marderhund,

Region 10 -

Zwischen Greifswald, Altentreptow und Friedland

Standorte anzeigen

Tiere beobachten zwischen Greifswald, Altentreptow und Friedland

Knapp einen Kilometer südöstlich von Stralsund liegt das Naturschutzgebiet "Deviner Haken". Die kleine Halbinsel ragt hier in den Strelasund hinein.

Tierbeobachtung am Deviner Haken

Sandbank im Strelasund

Auf den Sandbänken rasten Seeadler und Kormorane. Im gesamten Gebiet lassen sich zahlreiche Seevögel beobachten. Einen geschützten Ansitz gibt es zwar nicht, trotzdem hat man von der Höhe des Kliffs einen guten Ausblick. Im Gebiet sollte man die Pfade nicht verlassen, denn hier brüten Bluthänfling, Karmingimpel, Dorngrasmücke, Blaukehlchen, Neuntöter, Wiesenpieper, Klappergrasmücke und Uferschwalbe.

Im Reich des Kormorans

Kormoransiedlung am Strelasund

Nicht weit entfernt bei Niederhof haben Kormorane zwei Siedlungen errichtet. Schon von weitem sieht man die geschickten Fischjäger in den Bäumen sitzen. 1952 siedelten sich die ersten Brutpaare hier an, nachdem sie am alten Brutplatz auf der Insel Pulitz auf Rügen vertrieben wurden. Das heutige Naturschutzgebiet umfasst 25 Hektar. Im Revier brüten aber auch Graureiher. Der geduldige Beobachter bekommt Goldammern, Buchfinken, Schwarzspechte und Waldschnepfen vor sein Glas.

Karrendorfer Seewiesen

Karrendorfer Seewiesen

Ein gutes Fernglas braucht man auch in den Karrendorfer Seewiesen nahe der Insel Koos. In diesem Naturschutzgebiet brüten Austernfischer, Sandregenpfeifer, Rotschenkel und Alpenstrandläufer. Ihre ärgsten Feinde sind Fuchs, Marderhund, Steinmarder und Fischotter. Während der Zeit des Vogelzuges rasten im Gebiet tausende Enten- und Gänsevögel, aber auch Kiebitze, Kampfläufer und viele mehr. Ein Ansitz steht im Gelände und bietet einen Ausblick auf die Salzwiesen.

Adler und Biber im Peenetal

Seeadler mit Beute

Im Peenetal zwischen Loitz und Anklam braucht man anstatt eines Ansitzes ein Kanu, um freilebenden Bibern und Fischottern auf die Spur zu kommen. In der Landschaft der Schilfwälder, Altarme, Feuchtwiesen und Niedermoore fühlen sich neben diesen Säugetieren auch See-, Fisch- und Schreiadler wohl. Rohrdommel und der Große Brachvogel brüten im Peenetal und lassen sich mit etwas Glück in ihrem Lebensraum beobachten.

Beobachtungstipps

Allgemein:

Eine Entspannung der besonderen Art ist das Naturerlebnis 'Tierbeobachtung' in der freien Natur. Hier erleben Sie wilde Tiere in ihrem ureigenem Lebensraum. Diese Tiere haben jederzeit die Möglichkeit, die Entfernung zwischen sich und dem Menschen zu vergrößern oder ganz zu verschwinden. Vielleicht tauchen sie erst gar nicht auf. Über die Jahrhunderte haben Tiere gelernt, von welchem Lebewesen die größte Gefahr ausgeht. Um Tiere in freier Wildbahn zu beobachten muss man Geduld haben, sich ruhig verhalten und technische Hilfsmittel benutzen. Oft sitzt man schon am frühen Morgen auf dem Ansitz, um Erfolg zu haben. Für den Erfolg gibt es jedoch nie eine Garantie, dessen sollte sich jeder Tierbeobachter bewußt sein.

Kleidung:

Abhängig von der Jahreszeit bewährt sich hier atmungsaktive und wasserabweisende Kleidung in Naturfarben. Es muss nicht gleich eine Tarnuniform sein, aber Grün- und Brauntöne vermischen sich schnell mit Wald und Feld.

Technik:

Für die Tierbeobachtung in freier Natur eignen sich Ferngläser und Spektive mit der richtigen Vergrößerung. Ferngläser (z.B. 10x50) zeigen einen größeren Bildausschnitt als Spektive und empfehlen sich für den Anfänger. Spektive holen die Tiere deutlich näher heran. Wegen des kleineren Bildausschnitts eines Spektivs sollten sich die Tiere aber nicht allzu schnell bewegen. Oft benötigen hochvergrößernde Spektive auch ein Stativ. Lassen Sie sich im Fachhandel beraten, welches Gerät das richtige für Sie ist.

Bücher:

In den Rucksack eines Tierbeobachters gehört in jedem Fall ein Tierbestimmungsbuch. Die Auswahl im Handel ist groß. Altenativ macht auch ein Pflanzenbestimmungsbuch Sinn, falls sich kein Tier zeigt, kann man so trotzdem seine Umgebung kennenlernen.

Bitte:

Wer sich in der Natur bewegt, sollte sie achten und respektieren. Dazu gehört es, keinen Müll zurückzulassen, kein Feuer zu entzünden, in den Naturparks die Wegen nicht zu verlassen, keinen Lärm zu machen und Rücksicht zu nehmen. Sie sind zu Gast bei Hirsch & Co. und sollten sich entsprechend verhalten.