Tiere beobachten

Tankow auf Ummanz

Seeadler, Enten- und Gänsevögel, Schwan, Mäusebussard, Kranichzug,

Udarser Wiek

Seeadler, Kranichrast, Enten- und Gänsevögel, Rotmilan, Mäusebussard,

Nonnensee

Seeadler, Enten- und Gänsevögel, Schwan, Graureiher, Kormoran,

Schoritzer Wiek

Seeadler, Enten- und Gänsevögel, Schwan, Mäusebussard,

Region 1 -

Auf Rügen und Hiddensee

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Tiere beobachten auf Rügen und Hiddensee

Die Westküste von Rügen mit der Insel Ummanz samt umgebenden Gewässern wie Kubitzer und Schaproder Bodden gehört zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Die flachen Gewässer sind Tummel- und Rastplatz vieler Vogelarten, also gibt es hier beste Voraussetzungen zum Tiere beobachten.

Vogelzug auf Ummanz erleben

Kraniche über Ummanz

Gerade in Frühjahr und Herbst sieht man am Himmel die Formationen der Gänse, Enten und der Kraniche. Besonders die Vögel des Glücks ziehen die Tierbeobachter magisch in ihren Bann. Wenn sie auf den Wiesen und Feldern ihren anmutigen Tanz aufführen, sind zahlreiche Objektive auf sie gerichtet. Auf der Insel Ummanz nahe Tankow finden Interessierte eine geräumige Beobachtungshütte an den Uferwiesen der Udarser Wiek.

Am Nordufer der Udarser Wiek

Auch am gegenüberliegenden Ufer, ein kurzes Stück entfernt vom kleinen Ort Udars, steht eine Holzhütte am Schilfrand. Von beiden Orten aus kann man den Kranichen zusehen, wenn sie am Abend von den umliegenden Feldern zu ihren Schlafplätzen im flachen Wasser der Wiek fliegen. Anmutig schweben die großen Vögel tiefer und tiefer, strecken ihre langen Beine voraus und tauchen vorsichtig ein. Dann schütteln sie ihr Gefieder und blicken sich um. Immer mehr Artgenossen landen hintereinander und trompeten aufgeregt durcheinander. Mit zunehmender Dämmerung tritt dann Ruhe ein. Still stehen die Kraniche und verschmelzen mit dem grauen Licht. Am nächsten Morgen werden sie sich wieder aus den flachen Boddengewässern erheben und auf Futtersuche gehen.

Kleiner Ansitz an der Schoritzer Wiek

An der Schoritzer Wiek

Flach sind auch die Gewässer der Schoritzer Wiek, einer weit verzweigten Bucht der Insel Zudar, dem südlichsten Punkt auf Rügen. Dieser lagunenartige Einschnitt gehört größtenteils zum Naturschutzgebiet Schoritzer Wiek. Bei Zicker steht ein überdachter Holzturm. Aus einer Höhe von 5 Metern können hier Seevögel beobachtet werden. Im Revier brüten neben anderen Brandgans, Haubentaucher und Reiherente. Aber auch Austernfischer, Rotschenkel und Regenpfeifer leben hier. Der König der Lüfte, der majestätische Seeadler jagt in diesem Gebiet. Im Herbst, während des Vogelzuges, ist sein Tisch reich gedeckt. Dann kommen tausende Gänse zum Rasten in die Schoritzer Wiek.

Schutzgebiet "Vogelhaken Glewitz"

Am westlichen Zipfel von Zudar befindet sich das Naturschutzgebiet „Vogelhaken Glewitz“ Es darf nicht betreten werden. Raubtiere wie Fuchs und Waschbär setzen den hier brütenden Vögel schwer zu. Trotzdem brüten hier Austernfischer, Säbelschnäbler, Sandregenpfeifer, Brandgans und Gänsesäger.

Vogelwelt am Nonnensee

Ansitz am Nonnensee

Im Muttland von Rügen liegt neben Bergen der Nonnensee. An seinem Ufer nisten Kormorane in den Bäumen. Zwei Holztürme stehen an seinem Ufer und gewähren einen schönen Überblick. Schwäne und Gänsevögel sind hier anzutreffen. See- und Fischadler zeigen sich ab und zu. Der Nonnensee gehört zum Landschaftsschutzgebiet "Nordrügensche Bodden und Nonnensee".

Vogelbeobachtung auf Hiddensee

Auf dem alten Bessin, einem Nehrungshaken am nordöstlichen Zipfel der Insel Hiddensee steht ebenfalls eine hölzerne Beobachtungskanzel. Wer den langen Fußweg (der Alte Bessin darf nicht mit dem Rad befahren werden) auf sich nimmt, sollte für Hin- und Rückweg jeweils eine Stunde einplanen. Von der Kanzel aus blickt man hinüber zum Neuen Bessin. Bedrohte Vogelarten finden hier noch eine Platz zum Brüten. Zwergseeschwalbe, Säbelschnäbler, Flussseeschwalbe und Austernfischer ziehen hier ihre Brut auf. Im Winter, wenn die Boddengewässer um Hiddensee zufrieren, drängen sich Wasservögel auf den freien Flächen. Dann versammeln sich Seeadler in großen Gruppen und jagen die Kranken und Schwachen. Mit dem Fernglas können ihre Beutezüge gut beobachtet werden.

Beobachtungstipps

Allgemein:

Eine Entspannung der besonderen Art ist das Naturerlebnis 'Tierbeobachtung' in der freien Natur. Hier erleben Sie wilde Tiere in ihrem ureigenem Lebensraum. Diese Tiere haben jederzeit die Möglichkeit, die Entfernung zwischen sich und dem Menschen zu vergrößern oder ganz zu verschwinden. Vielleicht tauchen sie erst gar nicht auf. Über die Jahrhunderte haben Tiere gelernt, von welchem Lebewesen die größte Gefahr ausgeht. Um Tiere in freier Wildbahn zu beobachten muss man Geduld haben, sich ruhig verhalten und technische Hilfsmittel benutzen. Oft sitzt man schon am frühen Morgen auf dem Ansitz, um Erfolg zu haben. Für den Erfolg gibt es jedoch nie eine Garantie, dessen sollte sich jeder Tierbeobachter bewußt sein.

Kleidung:

Abhängig von der Jahreszeit bewährt sich hier atmungsaktive und wasserabweisende Kleidung in Naturfarben. Es muss nicht gleich eine Tarnuniform sein, aber Grün- und Brauntöne vermischen sich schnell mit Wald und Feld.

Technik:

Für die Tierbeobachtung in freier Natur eignen sich Ferngläser und Spektive mit der richtigen Vergrößerung. Ferngläser (z.B. 10x50) zeigen einen größeren Bildausschnitt als Spektive und empfehlen sich für den Anfänger. Spektive holen die Tiere deutlich näher heran. Wegen des kleineren Bildausschnitts eines Spektivs sollten sich die Tiere aber nicht allzu schnell bewegen. Oft benötigen hochvergrößernde Spektive auch ein Stativ. Lassen Sie sich im Fachhandel beraten, welches Gerät das richtige für Sie ist.

Bücher:

In den Rucksack eines Tierbeobachters gehört in jedem Fall ein Tierbestimmungsbuch. Die Auswahl im Handel ist groß. Altenativ macht auch ein Pflanzenbestimmungsbuch Sinn, falls sich kein Tier zeigt, kann man so trotzdem seine Umgebung kennenlernen.

Bitte:

Wer sich in der Natur bewegt, sollte sie achten und respektieren. Dazu gehört es, keinen Müll zurückzulassen, kein Feuer zu entzünden, in den Naturparks die Wegen nicht zu verlassen, keinen Lärm zu machen und Rücksicht zu nehmen. Sie sind zu Gast bei Hirsch & Co. und sollten sich entsprechend verhalten.