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Zwischen Klützer Winkel, Schaalsee und Schweriner See

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Wandern und Spazieren zwischen Klützer Winkel, Schaalsee und Schweriner See

Schwerin ist die kleinste deutsche Landeshauptstadt und gleichzeitig eine der schönsten. Gleich zwölf Seen befinden sich innerhalb des Stadtgebietes und bieten viel Abwechslung beim Wandern. In einem der Seen liegt die Schlossinsel. Die ersten Siedlungsspuren reichen bis 1.000 v. Chr. zurück. Nach den Germanen errichteten im 7. Jahrhundert Slawen vom Stamm der Obotriten auf der kleinen Insel eine wehrhafte Burganlage. Einer ihrer letzten Fürsten, Niklot, wird als Stammvater des mecklenburgischen Herrscherhauses bezeichnet. Er fiel im Kampf gegen Sachsenherzog Heinrich den Löwen im Jahre 1160.

Entlang der Warnow

Im Warnowtal bei Karnin

Östlich vom Schweriner See liegen weitere Gewässer in der Landschaft verteilt und auch die Warnow, einer der bekanntesten Flüsse im Land, macht kurz vor dem Schweriner See eine Kurve und fließt ihrer Mündung bei Rostock zu. Dabei hat sie sich tief durch manchen Hügel gegraben und bietet so dem Naturfreund zum Beispiel bei Vorbeck, Karnin und Langen Brütz herrliche Pfade an ihrem Ufer zum Wandern an.

Ein Ziel der Kreuzfahrer anno 1147

Burgflecken Dobbin (wüst)

Mit traumhaften Ausblicken wird auch der Besuch bei Schloss Wiligrad belohnt. Hier führt eine Treppe hinunter an das Westufer des Schweriner Sees. An heißen Sommertagen kühlt der Schatten der Bäume ebenso wie das klare Wasser des Sees. Am Nordzipfel trifft man wieder auf Spuren des Slawenfürsten Niklot. Im sumpfigen Gebiet zwischen Döpe und dem Schweriner See lag einst die Burg Dobin. 1147 wurde sie im sogenannten Wendenkreuzzug monatelang von einem Kreuzfahrerheer belagert. Einige Jahre später verbrannte Niklot seine Burg auf dem Rückzug vor dem erneut angreifenden Sachsenherzog Heinrich dem Löwen. Heute erinnert ein Findling am Rand des Wanderweges an den einst oft umkämpften Ort.

Von der Mikelenburg ans Meer

Blick auf die Wismarbucht

Von hier ist es nicht allzuweit bis zur Wismarbucht. Über die Wiege Mecklenburgs, dem heutigen Dorf Mecklenburg und einstigen Standort der großen befestigten Mikelenburg, erreicht man die Hansestadt Wismar und etwas später die schöne Bucht der Wohlenberger Wiek. Hier rollen die Wellen der blaugrünen Ostsee an den Strand, während schon an der nächsten Bucht hinter dem Kliff der Tarnewitzer Huk das bekannte Ostseebad Boltenhagen auf seine Besucher wartet. Im Jahre 1230 wird der älteste Ortsteil Tarnewitz erstmals urkundlich erwähnt. 1803 wurde der erste Badekarren an den Strand gestellt, das zweitälteste Seebad in Mecklenburg war geboren.

Unterwegs im Klützer Winkel

Schloss Bothmer bei Klütz

Wanderer, die im Wonnemonat Mai der Küstenlinie Richtung Westen folgen, erleben ein wundervolles Farbenspiel. Während oben an der Steilküste die sattgelben Rapsfelder in der Sonne leuchten, breitet sich unten die endlose blaugrüne Ostsee bis zum Horizont aus. Nach wenigen kleinen Siedlungen wie Brook, Groß Schwansee oder Pötenitz erreicht man die Mündung der Trave am Priwall. Auf diese Weise entdeckt man die nördliche Grenze des sogenannten Klützer Winkel. In dieser hügeligen Landschaft finden sich Orte wie Dassow, Hohen Schönberg, Kalkhorst und natürlich Klütz, welches der Gegend ihren Namen gab. Prachtvolle Herrenhäuser wie etwa Schloss Bothmer, das Schlossgut Groß Schwansee oder das leider noch im Dornröschenschlaf befindliche Schloss Johannstorf nahe des Dassower Sees begeistern ihre Besucher.

Vom Barbarossa-Privileg

Im Leonorenwald

Der gesamte Klützer Winkel war im Mittelalter beinahe komplett mit Wald bedeckt. Im Jahre 1188 sicherte das Barbarossa-Privileg des rotbärtigen Kaiser Friedrichs der aufblühenden Hansestadt Lübeck die Holznutzung dieses Waldgebietes für den eigenen Bedarf. Nicht als Handelsware sondern ausschließlich für Bau- und Feuerholz fielen tausende Stämme der Axt zum Opfer. Dabei entstand gleichzeitig Siedlungsland für neue Dörfer. Reste dieses alten Forstes findet man heute östlich von Kalkhorst. Der sogenannte Leonorenwald war wegen seiner feuchten Böden nicht für landwirtschaftliche Nutzung geeignet und blieb vor den Rodungen verschont. Zwei Mamutbäume haben hier so überlebt. Schöne Wald- und Wiesenwege laden zum Wandern ein.

Im Land der Hünengräber

Hünengräber bei Hoikendorf

Südlich des Klützer Winkel liegt Grevesmühlen. Erst stand hier eine slawische Siedlung, welche dann von deutschen Kolonisten zur Stadt ausgebaut und mit einer Mühle versehen wurde. Vielleicht existierte die Mühle des Gnev aber auch schon früher. Östlich von hier entdecken Wanderer im Dunkel des Waldes bei Barendorf und Hoikendorf gewaltige Megalithgräber, auch Dolmen genannt. Das Ganggrab des Jamel enstand zwischen 3.500 und 2.800 v. Chr. als Großsteingrab der Trichterbecherkultur.

Geschützte Natur im Biosphärenreservat

Blick auf den Schaalsee

Südwestlich von Grevesmühlen, hinter den Orten Rehna und Gadebusch beginnt das Biosphärenreservat Schaalsee. Es zieht sich vom am Großen Ratzburger See gelegenen Utecht über Schlagsdorf, Kneese, Lassahn bis hinunter nach Zarrentin am Ufer des Schaalsees. Der Schaalsee im ehemaligen Grenzgebiet bildet das Kernstück dieses Schutzgebietes. Wanderer erkunden Buchenwälder, Moore und zahlreiche kleiner Seen, welche sich mit Weideland, Äckern und Feuchtwiesen abwechseln. Der Artenreichtum dieser Landschaft führte 2000 zur Anerkennung als UNESCO-Biosphärenreservat.

Müllers Lust auf Schusters Rappen

Der Begriff des Wanderns ist so alt wie die Welt. Schon die Dinosaurier zogen durch die Ebenen der Urzeit, immer unterwegs zum nächsten Futterplatz. Die Menschen der Steinzeit hatten ihre Sommer- und Winterlager. Waren die Tierherden verschwunden, brach man auf, um neue Jagdgründe zu suchen. Im Verlauf der Völkerwanderung im 5. und 6 Jahrhundert zogen nicht nur die germanischen Stämme auf der Suche nach neuen Siedlungsplätzen über den europäischen Kontinent.

Unser Körper braucht es

Bewegung ist gesund

Wandern war ein elementarer Bestandteil der Lebens. Ganz klar, dass sich der menschliche Bewegungsapparat über die Jahrtausende darauf eingestellt hat. Es heißt, das die Menschen vor wenigen hundert Jahren täglich ca. 15 km am Tag zurück legten. Handwerksburschen, darunter auch der Müllergeselle und der Schusterbursche, wanderten auf der Suche nach einer Arbeit von Dorf zu Dorf, von Stadt zu Stadt. Dann kam das Zeitalter des technischen Fortschritts. Pferdekutschen, Autos, Züge und Flugzeuge sorgen inzwischen dafür, dass heute statt der täglichen 15 km nur noch 800 m im Streckenbuch stehen.

Doch langsam wehrt sich unser Körper gegen diesen Mangel an Bewegung.Rücken- und Gelenksprobleme sind schon eine Volkskrankheit geworden, Diabetes und Herz- Kreislauferkrankungen sind auf dem Vormarsch.

Zurück zu alten Tugenden

Da verwundert es nicht, wenn immer mehr Menschen zu alten Tugenden zurückkehren möchten. Und so entdecken sie die gute, alte Müllerslust auf Schusters Rappen wieder. Erst spaziert man auf kurzen Strecken von 2 bis 5 Kilometern und merkt, wie wundervoll entspannend so ein Ausflug sein kann. Nach kurzer Zeit werden die Wege länger, und damit auch der Genuss.

Glückshormone im Blut

Gute Laune an der frischen Luft

Wandern gehört zu den Ausdauersportarten, bei welcher man sein eigenes Tempo bestimmen kann. Kein atemloses Gehetze, kein schweißtreibendes Gehaste - nein, in der Ruhe liegt die Kraft. Das Erleben der Natur steht im Vordergrund. Führt der Weg über saftig grüne Wiesen, durch den stillen Schatten tiefer Wälder, vorbei an plätschernden Bächen oder spiegelglatten Seen, hebt sich die Stimmung, weil der Körper beim Wandern verstärkt das Glückshormon Endorphin produziert.

Bewegung an der frischen Luft sorgt also auch für gute Laune!

Bunte Vielfalt

Mit der richtigen Kleidung ist man bei jedem Wetter sicher unterwegs. Es muss ja nicht gleich die alte Lederhose sein, viele Sportartikelhersteller bieten inzwischen moderne Textilien im “hippen” Freizeitlook samt stylischem Schuhwerk an.

Gesunde Snacks für unterwegs

Wichtig ist natürlich auch die richtige Verpflegung. Sie sollte im Wanderrucksack auf dem Rücken transportiert werden. Vollkornprodukte, Obst und Gemüse finden in kleinen Plastikbehältern stoßfesten Platz und kommen zum "Waldläuferpicknick" nicht nur zur Freude der Kinder auf die Pausendecke. Vielleicht wachsen in der Nähe Walderdbeeren oder Himbeeren. Sie sind eine leckere Ergänzung. Wenn der Picknickplatz auch noch an einer schönen Aussichtsstelle liegt, ist die Wanderpause gelungen.

Tipps für unterwegs

Kleidung

In der Natur kann man zu jeder Jahreszeit unterwegs sein. Voraussetzung dafür ist natürlich die richtige Kleidung. Natürlich gibt es genug Anbieter, welche sich auf die entsprechende Ausrüstung spezialisiert haben. Diese ist allerdings oft sehr preisintensiv, dafür modern und praktisch. Oft wird man aber auch schon in der eigenen Garderobe fündig.

Wichtig ist das richtige Schuhwerk. Es sollte nicht zu schwer und luftdurchlässig sein. Knöchelhohe Schuhe schützen besser vor dem Umknicken des Fußes, griffige Sohlen bieten Halt auf jedem Untergrund. Bedenken Sie, dass Ihre Füße während des Wanderns etwas größer werden! Ziehen Sie am Start einfach ein Paar zusätzlicher Socken an, welche später wieder eingepackt werden können! Die Socken sollten Schweiß vom Fuß fernhalten, achten Sie auf den Stoff der Strümpfe.

Die Jahreszeit hat direkten Einfluss auf die Länge der Hosen. Je wärmer, desto kürzer sollte sie sein, es sei denn, Ihr Weg führt durch Gebiete mit Disteln, Brennnesseln, Farnbüschen oder durch das Unterholz. 

Am Oberkörper gilt das Zwiebelprinzip. Je kälter es ist, desto mehr dünne Textilhüllen wärmen übereinander den Körper. Wird es während der Tour zu warm, können Sie sich mehrerer oder weniger Hüllen entledigen. Im Sommer ist es sehr angenehm, mit weitem, kurzärmligen Hemd und knielanger Hose unterwegs zu sein. Der Wind trocknet den Schweiß auf der Haut, welche gegen Sonneneinwirkung durch UV-Creme geschützt werden sollte.

Führt der Weg durchs Unterholz, sollte auch Zecken- und Mückenschutz benutzt werden! Eine Kopfbedeckung ist im Winter wie im Sommer nützlich. Im Winter wärmt eine praktische Mütze Kopf und Ohren, im Sommer schützt der Schirm eines Basecaps vor der Sonnenblendung. Eine Sonnenbrille mit UV-Schutz rundet den Kopfschutz ab.

Gepäck

Beim Wandern ist ein Rucksack der perfekte Begleiter. Für kurze bis mittlere Touren reichen ca. 30 l Inhaltsgröße. Der Rucksack sollte eine gepolsterte, möglichst ebene Rückseite haben, welche sich natürlich an den Körper anschmiegt. Verstellbare Träger helfen beim individuellen Anpassen.Außentaschen nehmen neben einer Trinkflasche auch Wanderkarte, Traubenzucker und Handy auf. An diese Dinge sollten Sie jederzeit schnell und bequem heran kommen. Im Rucksack ist Platz für Wechselsachen, Regenschutz und Picknick samt kleiner Decke. Zudem sollten Sie eine kleine Mülltüte einpacken, damit Sie den unterwegs anfallenden Müll verstaunen können.  

Essen und Trinken

Als Verpflegung für unterwegs eignen sich am besten Vollkornprodukte und Apfelschorle wegen der enthaltenen Kohlenhydrate, dem Treibstoff unseres Körpers. Obst wie Äpfel und Bananen sorgen zusätzlich für die nötige leckere Vitaminzufuhr. Bewahren Sie die Verpflegung in verschließbaren Plastikbehältern auf, damit nicht während der Tour matschig und ungenießbar wird. Regelmäßiges Trinken ist Pflicht, verliert der Körper doch unterwegs über den Schweiß viel Flüssigkeit. 

Beschäftigung unterwegs

"Ich ging im Walde so für mich hin, Nach nichts zu suchen, das war mein Sinn. "Goethe

Während viele Menschen während der Tour die Entspannung suchen, den Weg zum Ziel machen, stellt sich für manche die Frage: Was mach‘ ich unterwegs ? Wie unterhalte ich meine Kinder im Wald und auf der Heide?

Erwachsene sehen die Landschaft als Ganzes (der blaue Spiegel des von grünen Bäumen eingerahmten Sees in mitten lieblicher Hügel), Kinder entdecken einzelne Kleinigkeiten (der Schwan, der Pilz, die Wolke).

Folgendes können Sie tun:

  • erzählen Sie den Kindern spannende Geschichten aus der Zeit unserer 
    Vorfahren ( Material finden Sie in der Wanderthek unter "Historisches")
  • stellen Sie den Kindern die Pflanzen/ Bäume vor (Pilze, Holunder, Eichen, 
    Buchen, Kiefern usw.)
  • nehmen Sie ein Buch über die Bewohner des Waldes mit und finden Sie 
    das richtige Tier anhand der richtige Fährte (Hase, Rehwild)
  • entdecken Sie gemeinsam die gefiederten Sänger am Himmel oder in den 
    Bäumen und Büschen
  • Spiele wie "Ich sehe was, was Du nicht siehst" ; "Ich packe einen Koffer und nehme mit …" sind auch für manch’ älteres Kind noch spannend
  • stimmen Sie ein Wanderlied an und bringen es den Kindern bei 

 

Gesundheit (Sonnenmilch, Zeckenzange und Mückenschutz, erste Hilfe)

Wer an der frischen Luft unterwegs ist, sollte ein paar "Gefahren" aus dem Weg gehen. Deshalb gehören auf den meisten Touren der Vorsicht halber Sonnemilch, Zeckenzange und Mückenschutz einfach ins Gepäck. Diese Tuben sind nicht schwer und nehmen kaum Platz weg. Eine kleine Wanderapotheke mit Blasenpflaster, Pinzette für Splitterentfernung, Taschenmesser und Papiertaschentücher sollten Sie auch mit sich führen. 

Natur oder Stadt?

Diese Wahl ist tatsächlich Geschmackssache. Natürlich kann man sich auch in der großen Stadt an der frischen Luft bewegen. Viele alte Stadtmauern locken mit schmalen, schattigen Wegen. Kirchentürme laden zum Weitblick ein und leckere Eiskugeln passen immer. Nur sollte solcher Ausflug nicht zur Shoppingtour durch die Innenstadt werden.

In der Natur treffen Sie deutlich weniger Leute, hier herrscht Ruhe, abseits vom Verkehrslärm der Städte und die Luft ist eindeutig gesünder.

An manchen Routen finden sich Badestellen, ob in der Ostsee, sauberen Binnenseen oder plätschernden Bächen, eine Erfrischung während der Wanderung gehört zum Höhepunkt einer Tour. Denken Sie daran, ein Handtuch im Rucksack zu verstauen!

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Alle vorgeschlagenen Touren haben wir selbst erkundet. Es sind authentische Touren, die nicht am Schreibtisch entstanden sind. Wir versuchen diese Touren regelmäßig zu überprüfen. Das ist jedoch eine Menge Arbeit. Es wäre schön, wenn Sie uns dabei helfen.

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Bitte beachten!

Natur erhalten

Wer sich in der Natur bewegt, sollte sie achten und respektieren. Dazu gehört es, keinen Müll zurückzulassen, kein Feuer zu entzünden, in den Naturparks die Wegen nicht zu verlassen, keinen Lärm zu machen und Rücksicht zu nehmen. Sie sind zu Gast in der Natur und sollten sich auch so verhalten. 

Gefahren in Allgemeinen

Auch wenn Mecklenburg-Vorpommerns Natur wohl eine der ungefährlichsten der Welt ist, so sollte man sich der allgegenwärtigen Gefahren trotzdem bewusst sein. Hier hilft der gesunde Menschenverstand, diese Gefahren zu erkennen und zu vermeiden. Bei Sturm im Wald zu sein ist eben eine genauso schlechte Idee wie bei Gewitter unter einem einzeln stehenden Baum Schutz zu suchen. 

Steilküstenabbrüche

Steilküstenabrüche sind ein natürlicher Veränderungsprozess der Natur in Mecklenburg-Vorpommern. Sperrungen und Hinweise sollten unbedingt beachtet werden und auch ohne Sperrung ist eine gesunde Vorsicht anzuraten. Treten Sie nie an die Kliffoberkante heran, klettern Sie nie die Steilhänge hinauf.

Im Frühjahr und im Winter sollte das Wandern am Fuß von Steilküsten ganz unterbleiben, da die meisten Abbrüche in dieser Zeit erfolgen. Abbruchsediment sollte nicht betreten werden, da hier die Gefahr des Versinkens in aufgeweichtem, fließendem Geschiebemergel besteht. 

Wilde Tiere

Wilden Tieren gegenüber sollte man sich immer distanziert verhalten. Diese werden in der Regel den Kontakt mit dem Menschen vermeiden. Treffen Sie jedoch mal auf Frischlinge (junge Wildschweine), seien Sie sich bewusst, dass die Mutter in der Nähe ist und ihren Nachwuchs auf das schärfste verteidigt. Entfernen Sie sich langsam und ohne Hast von den Frischlingen und gehen Sie keinesfalls auf sie zu.

Finden Sie ein Rehkitz im hohen Gras einer Wiese, ziehen Sie sich zurück, streicheln Sie es nicht. Ihr menschlicher Geruch könnte dazu führen, dass das Kitz von der Mutter verlassen wird.

Zutrauliche Tiere sind vermutlich krank und der Kontakt zu ihnen sollte unbedingt vermieden werden. Gleiches gilt für tote Tiere. 

Orientierung

Wenn Sie in der Region unterwegs sind, sollten Sie immer eine Wanderkarte der Region dabei haben.

Wir sind jede beschriebene Tour selbst gegangen, aber wir können nicht garantieren, dass diese ständig genau so begehbar bleibt. Mal sind Wege durch Regen unpassierbar, mal hat die Natur sich einen Weg zurück geholt, mal der Bauer einen Feldweg gepflügt oder eine Brücke ist gesperrt. Die Natur ist in ständiger Veränderung. Deswegen sind unsere Tourenvorschläge als Tipps ohne Garantie zu verstehen und unsere Skizzen nur zur groben Orientierung gedacht.

Eine Wanderkarte der Region hilft einen Rück- bzw. Alternativweg zu finden und das Verlaufen zu vermeiden. 

Ausrüstung

Angepasste Kleidung und Ausrüstung garantieren ein ungetrübtes Naturerlebnis bei fast jedem Wetter. Wir haben bei Tipps für unterwegs einige Hinweise für zusammengestellt.