Tiere beobachten

Kneese

Enten- und Gänsevögel, Weißstroch, Rotmilan, Rotfuchs, Mäusebussard,

Mechower See

Kranichrast, Kranich, Enten- und Gänsevögel, Weißstroch, Graureiher, Rotfuchs,

Region 8 -

Zwischen Klützer Winkel, Schaalsee und Schweriner See

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Tiere beobachten zwischen Klützer Winkel, Schaalsee und Schweriner See

Die Schweriner Seen gehören zu einem bedeutenden europäischen Vogelschutzgebiet. Hier brüten seltene Vogelarten wie Eisvogel, Neuntöter, Rohrdommel, Rotmilan, Schwarzspecht, Wachtelkönig und auch der König der Lüfte, der Seeadler. In den sumpfigen etwas abseits gelegenen Revieren sind auch die Vögel des Glücks, die Kraniche als Brutvögel anzutreffen.

Chancen für aufmerksame Beobachter

Seeadler über dem Schweriner See

Es gibt hier keinen direkten Ansitz für Tierbeobachter, jedoch lohnt es sich, still an den Ufern zu verharren und mit aufmerksamen Blick die Natur um sich herum zu betrachten. Wenn die typische Silhouette des Seeadlers über den Schweriner Seen auftaucht, kommt Bewegung in so manche Entenfamilie. Sein kleinerer Bruder, der flinke und mutige Fischadler ist hier als Durchzügler bekannt. Wie ein Stein stürzt er sich ins Wasser, um oft erfolgreich mit einem silbrig glänzenden Fisch zwischen den Krallen wieder aufzutauchen. Um die Jäger zu beobachten, lohnt es sich, einen Ausflug zu den weniger besiedelten Uferflächen zu machen.

Unterwegs im Biosphärenreservat Schaalsee

Ähnliches gilt für das UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee. Gleich 18 Naturschutzgebiete findet man hier. In ihnen leben zahlreiche Tiere, vom Adler über den Fischotter bis zum Zwergschwan. Während des Vogelzuges rasten tausende Vögel im Gebiet. Dann schallt das Trompeten der Kraniche vom Himmel, während verschiedene Enten- und Gänsearten pfeilschnell über die Gewässer rasen, bevor sie in einer langen Schleife landen und eine silberne Spur ins Wasser malen. Bei Zarrentin stand lange Zeit ein hölzerner Ansitz, bis er abbrannte. Hoffentlich ist ein Neubau in Planung. Weitere Holztürme finden Naturfreunde in den Wiesen bei Kneese. Sie gehören zum Randbereich des NSG Niendorf-Bernstorfer Binnensee und erlauben einen weiten Rundblick über die Grünflächen.

Greifvögel am Mechower See

Ansitz am Mechower See

Am Westufer des Mechower Sees wurde für Naturfreunde ebenfalls ein Beobachtungsturm erbaut. Aus luftiger Höhe blickt man hier über das Ufergehölz auf den See. Zahlreiche Greifvögel jagen hier. Habicht, Baumfalke, Rotmilan und Seeadler sind heimische Vögel und mit Glück und Geduld zu beobachten. Gleiches gilt für den nicht weit entfernten Rögeliner See, westlich von Demern. Im nahe gelegenen Kuhlrader Moor brüten Kraniche und auch der Seeadler hat seinen Horst in einem hohen Baumwipfel. Vom Holzturm bei Klocksdorf kann man ihn gut beobachten.

Am Ufer des Dassower Sees

Er dreht auch über dem Dassower See im westlichen Teil des Klützer Winkels seine Kreise in luftiger Höhe, denn hier befindet sich eines der größten Vogelschutzgebiete Deutschlands. Mit seinen beiden Inseln Graswerder und Buchhorst bietet der Dassower See vielen nordischen Wasservögeln ein bedeutendes Rast- und Überwinterungsgebiet. Knapp 30 Entenarten sind hier beheimatet. Beobachtungsansitze stehen leider nicht zur Verfügung. Wie überall sollten Naturfreunde ein gutes Fernglas mitnehmen.

Beobachtungstipps

Allgemein:

Eine Entspannung der besonderen Art ist das Naturerlebnis 'Tierbeobachtung' in der freien Natur. Hier erleben Sie wilde Tiere in ihrem ureigenem Lebensraum. Diese Tiere haben jederzeit die Möglichkeit, die Entfernung zwischen sich und dem Menschen zu vergrößern oder ganz zu verschwinden. Vielleicht tauchen sie erst gar nicht auf. Über die Jahrhunderte haben Tiere gelernt, von welchem Lebewesen die größte Gefahr ausgeht. Um Tiere in freier Wildbahn zu beobachten muss man Geduld haben, sich ruhig verhalten und technische Hilfsmittel benutzen. Oft sitzt man schon am frühen Morgen auf dem Ansitz, um Erfolg zu haben. Für den Erfolg gibt es jedoch nie eine Garantie, dessen sollte sich jeder Tierbeobachter bewußt sein.

Kleidung:

Abhängig von der Jahreszeit bewährt sich hier atmungsaktive und wasserabweisende Kleidung in Naturfarben. Es muss nicht gleich eine Tarnuniform sein, aber Grün- und Brauntöne vermischen sich schnell mit Wald und Feld.

Technik:

Für die Tierbeobachtung in freier Natur eignen sich Ferngläser und Spektive mit der richtigen Vergrößerung. Ferngläser (z.B. 10x50) zeigen einen größeren Bildausschnitt als Spektive und empfehlen sich für den Anfänger. Spektive holen die Tiere deutlich näher heran. Wegen des kleineren Bildausschnitts eines Spektivs sollten sich die Tiere aber nicht allzu schnell bewegen. Oft benötigen hochvergrößernde Spektive auch ein Stativ. Lassen Sie sich im Fachhandel beraten, welches Gerät das richtige für Sie ist.

Bücher:

In den Rucksack eines Tierbeobachters gehört in jedem Fall ein Tierbestimmungsbuch. Die Auswahl im Handel ist groß. Altenativ macht auch ein Pflanzenbestimmungsbuch Sinn, falls sich kein Tier zeigt, kann man so trotzdem seine Umgebung kennenlernen.

Bitte:

Wer sich in der Natur bewegt, sollte sie achten und respektieren. Dazu gehört es, keinen Müll zurückzulassen, kein Feuer zu entzünden, in den Naturparks die Wegen nicht zu verlassen, keinen Lärm zu machen und Rücksicht zu nehmen. Sie sind zu Gast bei Hirsch & Co. und sollten sich entsprechend verhalten.